Venedig. Oder besser gesagt, ein Camingplatz weit weg von Venedig. Hunderte Touristen, aber nichts zu trinken. Das Kiosk bereits seit 2300h zu und so machten wir uns zu dritt auf die Suche, irgendwie unseren Durst zu stillen.
Nach einigen Minuten erreichten wir schließlich eine Tankstelle. Bloß leider hatte der Shop schon geschlossen und Benzin brauchten wir ja nicht. In hundert Metern Entfernung sahen wir dann noch ein Hotel. Sonst gab es weit und breit nichts. So hatten wir uns Italien nicht vorgestellt.
Das Hotel hätte unsere Rettung sein können, doch die Bar war ebenfalls schon geschlossen. Der unfreundliche Mann am Empfang ließ keinen Zweifel aufkommen, dass wir heute nichts mehr bekommen würden. Aber, so sagte er, wir könnten an der Tanke was bekommen. “Wo denn bitte da?” Er erklärte uns irgendetwas von wegen neben den Zapfsäulen, was wir nicht genau verstanden. So beschlossen wir die Tankstelle diesmal wirklich gründlich abzusuchen.
Natürlich fanden wir auch bei der zweiten Inspektion nichts Trinkbares. Jetzt kam Tankwart ins Spiel. Es gäbe einen Getränkeautomaten im Hotel. “Haben wir nicht gesehen.” – “Im Keller, links am Empfang vorbei, Treppe runter.”
Uli, Ronny und ich stürmen das Hotel, rennen am Empfang vorbei nach untern, der Rezeptionist hinterher. Als wir unten angekommen waren, hatte er uns dann eingeholt. Wir: “Der Mann von der Tankstelle hat uns gesagt, wir könnten hier was zu trinken kaufen.” Half nichts, wir mussten das Hotel verlassen. Und der Hotelmann lief rüber zu Tankstelle, um klarzustellen, dass sie niemals niemals niemals durstige Touristen ins Hotel zu schicken haben.
Ins Bett ohne was zu trinken
Am nächsten Abend dann der bitterböse Einfall. Wir schicken Sonja nochmal ins Hotel, sie war ja beim ersten Mal nicht dabei. Sie so zum Tresen als ob nichts wäre und fragt nach was zu trinken, denn “der Tankwart hat gesagt, hier könne man etwas zu trinken kaufen”. Einen Moment später schießt der Hotelier heraus, stierer Blick, Richtung Tankstelle. Jetzt ging es ab. Italienische Gemüter in Aktion. Und wir in der Nähe versteckt, machen uns lieber aus dem Staub.

Ich wart auf Neues!
Ersmal: Mag die Ästhetik des neuen Designs, finde ich sehr gelungen!
Dannmal: Hätte ja gerne einen Ausschnitt der vermutlichen Verbalinjurienorgie gehört. Hatte wahrscheinlich die Klangfarbe eines infernalen Hahnenkampfes.
Hallo.
Ich mochte mit Ihrer Website traui.snsy.de Links tauschen